Die rekonstruierte Adler-Apotheke

Die rekonstruierte „Adler-Apotheke“ symbolisiert die wechselvolle Geschichte des Hauses am Hühnermarkt, das bereits 1662 eine Apotheke beherbergte. 1857 stellte ein italienischer Chocolatier im Auftrage des Apothekersohns die erste Tafelschokolade in Deutschland her. Vertrieben wurde Kakao und Schokolade zu dieser Zeit noch vorwiegend in Apotheken, galt Schokolade doch als Stärkungs- und Heilmittel.

Auch in der alten „Adler-Apotheke“ standen Schokoladenpastillen sowie Salben und Zäpfchen aus Kakaobutter zum Verkauf. Das Delfter Fliesengemälde über der Tür thematisiert die Flotte der V.O.C., der Vereinigten Ostindischen Compagnie. Die 1602 gegründete Handelsgesellschaft transportierte bis 1795 unter anderem auch Gewürze und Tee nach Europa, Güter, die ebenfalls im Sortiment der Apotheke angeboten wurden.  Zur Ausstattung der Apotheke gehört neben Mörsern, Waagen und Arzneigefäßen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert auch eine Präzisionspendel-Standuhr. Diese 24-Stunden-Uhr mit Kalender, Sternzeichen, Sonnen- und Mondstand zeigte die Zeit mit einer täglichen Abweichung von nur 2-3 Sekunden an. Ihr Zifferblatt  mit der Signatur „Joh. Schmits, Horloger A Aix la Chapelle“ weist auf die französische Zeit Aachens hin. Auf den Gemälden sind die wichtigsten Bewohner des Hauses, Johann Peter Josef Monheim und seine Ehefrau Lucia Dorothea, zu sehen. An der Decke erscheinen Apollo und Luna, Sonnengott und Mondgöttin, sowie Äskulap, der Gott der Heilkunde, die auf die richtige Dosierung der Medikamente achten.

Die rekonstruierte Adler-Apotheke

Alltägliches Leben um 1850

Niederländische Fliesenkeramik

Bürgerliches Selbstverständnis

Regionales Rokoko

Schlichtheit und Zweckmäßigkeit

Kostbarkeiten der Sammlung Matthéy