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Lenzfrieder Bethlehemkind -Sammlung Monika Lennartz / Foto: Annette Königs

Das Christkind im Glasschrein – Vom Zauber barocker Klosterarbeiten

Christkinder, Krippen und Klosterarbeiten aus der Sammlung und Werkstatt von Monika Lennartz

19. November 2011 – 12. Februar 2012

Mit der Gegenreformation hielten Pracht und Prunk in der Liturgie Einzug, wurde das Wallfahrtswesen neu belebt und der Heiligen- und Reliquienkult gefördert. Die seit dem Mittelalter vor allem in Süddeutschland und den Alpenländern praktizierte Jesuskindverehrung, die sich jedoch bis zur Reformation überwiegend auf die Klausuren der Frauenklöster beschränkte, wurde nun öffentlich. Einige der bekanntesten Christkindfiguren hielten als Kopien nicht nur in den Kirchen, sondern auch im bürgerlichen und bäuerlichen Bereich Einzug, meist als „Christkind“ zu Weihnachten aufgestellt und verehrt.

Auch das Krippenwesen erlebte, vor allem durch die Jesuiten gefördert, ab Mitte des 16. Jahrhunderts enormen Aufschwung. Religiöses Volksbrauchtum bestimmte in den katholischen Regionen das Alltagsleben der Menschen. Die Ausstellung zeigt zahlreiche Gegenstände, die die verschiedenen Facetten der barocken Frömmigkeit rekonstruieren und veranschaulichen. Wallfahrtsjesulein, bäuerliche Fatschenkinder, Wiegen- und Schachtelkindl, Reliquien-, Votiv- und Andachtsbilder sowie Krippen, die auf zwei bedeutende Krippenlandschaften verweisen: auf Oberschwaben und Neapel.

Ebenso ist das Thema der „geistlichen Hausapotheke” mit barocken Heilmitteln wie Phylakterien, geweihte Gegenstände, die als Schutzmittel galten, Rosenkränzen, Gebetbuchbildchen, Stoffreliquien und Amuletten in dieser Präsentation vertreten. Diese verdeutlichen, wie man sich gegen Krankheiten des Leibes und der Seele zur Wehr setzte.

Die Ausstellung der Sammlung Monika Lennartz, die im spätbarocken Ambiente der bürgerlichen Wohnkultur des Couven-Museums gezeigt wird, zielt darauf, die barocke Volksfrömmigkeit, vornehmlich mit ihren Bräuchen rund um die Weihnachtszeit wieder aufleben zu lassen und sowohl Bekanntes als auch in Vergessenheit Geratenes neu ins Licht zu rücken.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

INFO

Renovierungsarbeiten:
Das Museum bleibt bis
Oktober 2019 geschlossen.

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Couven Museum
Hühnermarkt 17
52062 Aachen
Tel. + 49 241 432-4421
Fax +49 241 432-4959
info@couven-museum.de

Bis einschl. 21 J. EINTRITT FREI!

Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Station „Lebenskultur“ der Route Charlemagne

Route Charlemagne

Preise

Einzelbesucher: 6,- € / 3,- €

Neu!
Bereits ab sofort ist die Museumscard „Six for Six“ (jeweils ein Eintritt in fünf Museen plus Rathaus / sechs Monate lang) für 14/10 Euro in allen Aachener Museen erhältlich (gültig ab 1.1.2017), ebenso telefonisch bestellbar unter +49 241 432-4922, -4923 oder -4925, sowie per E-Mail via kulturservice@mail.aachen.de

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